Minimalismus

„I wish everyone could become rich and famous so they could realize it’s not the answer.“ (Jim Carrey) …Global research: money doesn’t buy hapiness. You can have more money but you are not hapier

Die Tage beschäftige ich mich wieder intensiver mit meinem Lebensstil.

Die fast 18-jährige Tochter von der Familie bei denen ich gerade über Helpx den Winter über leben darf hat mir auf mein Nachfragen erklärt, dass sie nicht verstehen kann, wieso ich mit 32 Jahren so lebe. Sie meinte, sie wird sicherlich gern in der Zeit, wo sie durch die Welt reisen wird so leben wollen/können aber als ein dauerhaftes Lebenskonzepts kann sie sich das nicht vorstellen…

Voll abgefahren- wir kamen auf das Thema weil wir letztens mal am Abend das Spiel des Lebens gespielt haben. Ich kam voll nicht drauf klar. Ich konnte es leider nicht als Spiel sehen. Hat es mich doch zu sehr, durch all das was ich in meinem Leben schon erfahren und erkannt habe, getriggert. Mir tut es im Nachhinein auch echt leid- es war glaub ich echt kein Spaß mit mir zu spielen. Ich hab das Spiel einfach nicht locker und mit Spaß nehmen können- es ging halt nur um Kariere zu machen, Statussymbole und Geld zu erhalten bzw. Geld verlieren.

Es entstand dann ein Gesprächsthema weil ich ein wenig von meinem bisherigen Leben und von meiner Einstellung erzählt habe. Im Gespräch kam dann die Aussage

„auf Kosten anderer Leben“

auf den Tisch und stand von nun an im Raum.

Es hat voll in mir gearbeitet. Es ging mir nahe. Hatte ich doch den Eindruck, dass ich damit auch indirekt angesprochen werde.

Also habe ich es in mir wirken lassen und mich selbst noch einmal gefragt- Lebe ich auf Kosten anderer? Und ich kam ziemlich schnell und klar zu dem Entschluss, Nein, tue ich nicht- Ich achte sehr darauf, viel zu geben. Mir fällt das Geben sogar leichter als das Nehmen. Und über Helpx trifft man die Vereinbarung über einen Austausch- man hilft sich gegenseitig. Ich helfe im Haushalt, mit Kindern, mit allen möglichen Themen und im Gegenzug habe ich ein Dach überm Kopf und werde mit verpflegt. Und da ist es ganz wichtig, immer wieder zu schauen, wo man in diesem Committment, in dieser Form von Gemeinschaft steht und ob es für beide Seiten noch passt.

Die Tochter hatte wohl den Eindruck, dass der Ausgleich nicht gegeben wäre und hatte vielleicht auch sonst einige Themen mit dieser Art Lebensgemeinschaft auf Zeit.

Ganz unendlich dankbar bin ich, dass es jetzt auf den Tisch kam und dass wir drüber reden konnten.

Es berührt mich sehr.

Zum Glück habe ich dieses wundervoll erfüllende, sichere innere Gefühl, dass ich alles richtig mache. Dass ich auf meinem Weg bin. Es ist ja nicht so, dass ich viele Monate oder Jahre so leben würde, wie ich es jetzt gerade in der Winterzeit tue. Es ist einfach eine Innen-Einkehr-Phase. Ich nutze diese Art Winterschlaf dazu, weiter an mir und meiner Persönlichkeit zu arbeiten. Ich schreite voran auf meinem Bewusstseins-Weg. Ich generiere Energie…Ich schreibe, lese, massiere, gebe Reiki…alles die Ruhe vor dem Sturm. Ich empfinde es echt als eine Art Training, als eine Art Vorbereitung für die Umsetzung meiner großen Vision vom Waldbaumhauscamp. Es ist mir einfach nicht mehr wichtig, einem Job nachzugehen, der mich zwar gutes Geld verdienen lässt aber nichts damit zu tun hat, was ich eigentlich in die Welt raus tragen kann. Was ich Gutes für die Welt tun kann. Und bis sich mein Gutes-Tun mal richtig auszahlt und ersichtlich für viele andere Außenstehende wird kann es sicherlich noch einige Zeit dauern. Aber das ist ok. Es braucht seine Zeit. Und alles zur rechten Zeit am rechten Ort. Darauf vertraue ich. Auf den Fluss des Lebens vertraue ich. Und die Lieben, die mich schon ein Weilchen kennen wissen eh, was ich bereits jetzt schon im „Kleinen“ in die Welt hinaus trage…

Ganz n schönen Film habe ich zu all dem Anlass heute geschaut. Er tut mir sehr gut und bestärkt mich. Daher sehr zu empfehlen:

Minimalism –> hier der Trailer https://www.youtube.com/watch?v=0Co1Iptd4p4

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2 Antworten zu “Minimalismus

  1. Jule, das ist ein sehr schöner Beitrag, danke fürs Teilen deines Innenlebens. Obwohl es um eine aufwühlende Situation ging, schreibst du sehr ruhig und reflektiert darüber, das gefällt mir sehr!

    Ich kann deine Gefühle beim Spielen nachvollziehen, mir wäre es vermutlich ähnlich ergangen, wenn sich das Spielkonzept wirklich nur ums Geld dreht. Mach weiter so, ich denke du bist auf dem richtigen Weg!

    Alles Liebe aus Wien

    Gefällt 1 Person

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